Webstandards – zukunftssichere Internetseiten
Was Webstandards sind und woher sie stammen

Webstandards sind eine Sammlung von Richtlinien für internetspezifische Technologien zur Erstellung und Interpretation von Internetseiten. Das international aktive World Wide Web Consortium (W3C) sowie weitere vergleichbare Institutionen setzen sich durch die Erarbeitung und Verbreitung dieser Richtlinien dafür ein, das Internet für seine Nutzer zugänglicher und zukunftssicherer zu machen.

Bei einer standardkonformen Website werden Inhalt, Verhalten und Präsentation strikt voneinander getrennt. Das nebenstehende Schaubild visualisiert das Prinzip der Trennung.

html = Inhaltsdokument
Design / Stilvorlagen = Design / Stilvorlagen
Verhalten = externe Skripte wie z.B. JavaScript, Verhalten

Diese Trennung bewirkt, dass die Internetseite auch ohne durch z.B. JavaScript hevorgerufene Animationseffekte oder ohne grafische Elemente trotzdem funktionieren kann. Der Inhalt einer Seite unterliegt im html-Dokument einer semantischen Struktur, die sich an der Bedeutung der einzelnen Seitenteile orientiert. Vergleichbar mit einem Word-Dokument kann in Überschriften, Unterüberschriften, Absatztext, Listen, Datentabellen, Adressinformationen und sonstigen Elementen logisch und chronologisch ausgezeichnet werden. Das Design von Gestaltungsraster und Textelementen erfolgt extern über das CSS-Dokument – einer Sammlung von Stilvorlagen für die visuelle Präsentation.

Was generell für den Einsatz von Webstandards spricht

Die Berücksichtigung von Webstandards bei der Entwicklung von Websites schafft

  1. Plattformunabhängigkeit
    hohes Anpassungsvermögen an verschiedenste Ausgabegeräte wie z.B. PC, PDA, iPhone mittels speziell anpassbarer Stilvorlagen
  2. Standardisierung der Browser
    Webstandards tragen zu einer einheitlichen Wiedergabe in verschiedensten Browsern bei
  3. Saubere Interpretation durch Suchmaschinen
    Google & Co. erhalten dadurch bessere Möglichkeiten für die Suche und Interpretation

Vorteile, die Sie als Kunden überzeugen sollten

Eine Internetseite erstellt nach aktuellen Webstandards ist ohne Frage ein Qualitätsprodukt, das einen Mehrwert schafft. Von diesem Mehrwert profitiert nicht nur die Allgemeinheit bzw. die Besucher einer solchen Seite, sondern auch Sie als Kunde.

  1. Hohes Maß an Flexibilität durch Geräteunabhängigkeit
    Der Anwender kann über die Möglichkeit der Ausgabe Ihrer Website entscheiden.
  2. Schnelle Ladezeiten
    die Ladezeiten einer standardkonformen Seite sind wesentlich geringer
  3. Transparenz
    Durch die strikte Trennung von Inhalt, Verhalten und Design bleiben die Dokumente übersichtlich und nachvollziehbar
  4. Zukunftssicherheit
    standardkonforme Websites lassen sich kostengünstig und meist ohne großen Aufwand an z.B. ein neues Design oder aktuellere Standards anpassen
  5. Suchmaschinenfreundlichkeit
    Der semantische Aufbau der einzelnen Dokumente ermöglicht ein fehlerfreies Interpretieren der Seiteninhalte und somit perfekte Indizierungsmöglichkeiten für Google & Co.

Barrierefreie Websites

Unter einer barrierefreien Website versteht man eine Seite, die bewusst für alle Menschen – einschließlich Menschen mit körperlichen Einschränkungen – optimiert ist. Dazu gehören u.a. Menschen, die bezüglich ihres Sehvermögens oder durch Defizite in der Motorik eingeschränkt sind als auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch zunehmend älter werdende Menschen profitieren von barrierefreien Internetseiten. Eine barrierearme Internetseite basiert auf den vier Prinzipien

  • Wahrnehmbarkeit
  • Bedienbarkeit
  • Verständlichkeit
  • und Robustheit.

Ziel dabei ist es, einen möglichst hohen Grad der Benutzerfreundlichkeit zu erzielen.

Neben strikter Einhaltung von Webstandards finden hier zustzlich die sogenannten Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) Berücksichtigung. Web Content Accessibility Guidelines sind eine Sammlung von Richtlinien zur optimalen Erstellung barrierefreier Websites .

Planung und Realisierung sind mit etwas Mehraufwand verbunden, der sich aber auszahlt. Hinzu kommt, dass die WCAG bereits in die Gesetzgebung einzelner Staaten integriert wurde. Beispielsweise hat die Bundesregierung mit der BITV die Richtlinien der WCAG 1.0 rechtlich verbindlich für alle Internetauftritte des Bundes gemacht. Das Gesetz gilt vorrangig für Träger öffentlicher Gewalt auf Bundesebene.

Weiterführende Informationen zu den Webstandards ...und Barrierefreiheit